Rund 180 Besucherinnen und Besucher folgten am 28. Juli der Einladung des Bundes der Vertriebenen Landesverband Hessen (BdV-Landesverband Hessen) und des BdV-Ortsverbandes Bensheim zu einer besonderen Filmveranstaltung in den Luxor-Filmpalast. Um 15 Uhr wurde der Dokumentarfilm „Ostpreußen – Entschwundene Welt“ des Bremer Filmemachers Hermann Pölking gezeigt. Im Anschluss nutzten zahlreiche Gäste die Gelegenheit, mit dem Regisseur über die Entstehung des Films und die Geschichte Ostpreußens ins Gespräch zu kommen.
Der ausschließlich aus historischem Archivmaterial zusammengestellte Dokumentarfilm zeichnet die Geschichte Ostpreußens von 1912 bis 1945 nach. Dabei verbindet er private Filmaufnahmen, historische Dokumente und zeitgenössische Wochenschauen zu einem eindrucksvollen Blick auf das Alltagsleben, die Kultur und die Landschaft der ehemaligen preußischen Provinz sowie auf die tiefgreifenden Folgen des Zweiten Weltkriegs. Für den Film hat Hermann Pölking den Georg-Dehio-Kulturpreis 2026 des Deutschen Kulturforums östliches Europa erhalten.
Großes Engagement für eine gelungene Veranstaltung
Zum Erfolg der Veranstaltung trug insbesondere das Engagement des Vorstand des BdV-Ortsverbandes Bensheim, also Brigitte Sattler, Horst Krassin, Gabi Kutzner, Gundula Kirschwohlfahrt, Wolfram Panitz, Roß Erika, Liselotte Rezhak sowie davon unabhängigBetina Feitz und Claudia Demut bei. Sie organisierten gemeinsam die Filmvorführung im Luxor-Filmpalast, lud den Bremer Filmemacher Hermann Pölking persönlich nach Bensheim ein und gewannen zahlreiche Gäste für den Filmnachmittag. Zu Gast war auch Andreas Hofmeister (MdL), Beauftragter der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler.
Besonders das anschließende Filmgespräch mit Hermann Pölking, welches von Gabriela Zessin, der BdV-Landesfrauenbeauftragten moderiert wurde, stieß auf großes Interesse. Der Filmemacher berichtete von seiner zwölfjährigen Recherche und beantwortete zahlreiche Fragen aus dem Publikum zur Entstehung des Films, zu den historischen Quellen und zur filmischen Umsetzung. Die Veranstaltung klang bei einem gemeinsamen Imbiss aus. Hier bot sich den Gästen zudem die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.
Beitrag zur Erinnerungskultur
Der große Zuspruch unterstreicht das anhaltende Interesse an der Geschichte Ostpreußens und den Schicksalen der Menschen bis heute. Der Dokumentarfilm vermittelt Geschichte auf eindrucksvolle Weise und lädt dazu ein, sich mit den Themen Heimat, Flucht und Vertreibung auseinanderzusetzen.
Die Veranstaltung wurde vom BdV-Ortsverband Bensheim mit Unterstützung des BdV-Landesverbandes Hessen und des BDV-Kreisverbandes Bergstraße organisiert und durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz gefördert. Sie leistete einen wichtigen Beitrag zur regionalen Erinnerungskultur und machte die Geschichte Ostpreußens sowie die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung für ein breites Publikum zugänglich.




