Am 12. November 2025 besuchte der hessische CDU-Generalsekretär Leopold Born den hessischen Landesverband des Bundes der Vertriebenen (BdV Hessen), in der Friedrichstraße 35 in Wiesbaden. Der Austausch mit der Geschäftsführerin des BdV Hessen, Jolanta Lemm und den Angestellten in der Geschäftsstelle entwickelte sich zu einem intensiven und zukunftsweisenden Gespräch darüber, wie der BdV-Landesverband heute Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Nationen, Generationen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen schlägt um somit ein positives, nachhaltiges und langfristiges Miteinander aus den historischen Erinnerungen und Lehren zu begründen.
Zu Beginn des Austauschs stellte die Kulturreferentin des BdV Hessen, Ann-Kathrin Hartenbach, die aktuellen und geplanten Projekte vor und machte deutlich, wie breit und modern die Arbeit des Verbandes inzwischen aufgestellt ist. Das Gespräch zeigte, wie der BdV als politischer Interessenvertreter und kultureller Akteur wirkt. Besonders erwähnenswert ist etwa die Migrationsberatung des BdV Hessen, die Menschen aus Ländern wie der Ukraine bei Integrations- und Lebensfragen unterstützt und den Integrationsprozess für viele enorm erleichtert.
Im Gespräch mit Born wurde deutlich, wie stark der BdV Hessen den Fokus auf jüngere Zielgruppen legt. Mit Projekten wie der Filmreihe „Mitgenommen“, dem Podcast und YouTube-Kanal „Culture To Go“, Formaten übers Kochen und zur Heimatküche, schulischen Bildungsangeboten, neuen Videoprojekten über Vertriebenen-Geschichten aus Hessen und der bevorstehenden Ausstellung „Design for Democracy“ schafft der Verband Zugänge, die Herkunft, Identität und demokratische Werte für die junge Generation unmittelbar erlebbar machen. Der CDU-Generalsekretär würdigte diesen Ansatz ausdrücklich und betonte, wie wichtig es sei, Räume für Tradition, Heimatdebatten und Erinnerungskultur zu bewahren. Besonders das Kulturfest auf dem Hessentag unterstrich Born als wertvollen und angenehmen Raum, in dem Tradition und Identität ausgelebt werden können, und betonte die weiterhin volle Unterstützung der CDU zum Erhalt und Ausbau solcher Möglichkeiten.
Im Austausch wurden auch gesellschaftliche Fragen erörtert, die derzeit viele Menschen bewegen, darunter das Unbehagen, durch erzwungene Überanpassung, das Migrantinnen und Migranten bei gleichzeitiger Unsichtbarkeit alltäglicher Vorurteile und dem Verlust von Identität spüren. Die Herausforderungen der Integrationspolitik und die Bedeutung einer nachvollziehbaren, sichtbaren Herkunftsgeschichte treffen die Interessen jüngerer Generationen tief. CDU-Generalsekretär Born zeigte sich beeindruckt über die Rückmeldungen der Lehrerfortbildungen des BdV Hessen zu den Themen Flucht und Vertreibung. Demnach hatten Schülerinnen und Schüler im Unterricht begonnen, die eigenen familiären Wurzeln zu erforschen und somit erst die Zusammenhänge ihrer eigenen Familien mit anderen Nationen verstanden.
Das Gespräch führte auch zu den strukturellen Fragen des Verbandes. Born begrüßte die Einführung der Einzelmitgliedschaft seit der Satzungsänderung des BdV Hessen im Jahr 2024 als wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit des BdV Hessen. Diese Maßnahme war aufgrund demografischer Entwicklungen notwendig geworden. Ebenso wurden die wachsenden Kooperationen des BdV Hessen mit diversen Stiftungen und Institutionen hervorgehoben. Der BdV Hessen plant, diesen Weg im Jahr 2026 weiterzugehen und verstärkt an Schulen und Online präsent zu sein. Zudem sollen zeitgemäße digitale Formate ausgebaut und der Blick stärker auf ganz Hessen gerichtet werden, nachdem in der Politik und Öffentlichkeit der hessischen Landeshauptstadt eine solide und wohlwollende Basis geschaffen wurde.
Born bekräftigte seine Hochachtung für die Arbeit des BdV Hessen und sicherte eine weiterhin engagierte Unterstützung durch die CDU zu – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage. Zum Abschluss bestand Einigkeit darüber, dass gerade jetzt ein günstiger Zeitpunkt sei, um die Fragen nach Identität, Herkunft und Heimat neu zu stellen und jungen Menschen Zugänge zu schaffen, die sie dabei unterstützen. Der BdV Hessen geht mit diesem Rückenwind in ein Jahr 2026, das von Dialog, Bildungsarbeit und starken Impulsen für eine moderne Erinnerungskultur geprägt sein wird. Wir bedanken uns für diesen positiven Austausch!

