Über 500 Besucherinnen und Besucher erlebten am Samstag das Kulturfest des Bundes der Vertriebenen – Landesverband Hessen (BdV-Landesverband Hessen) auf dem 63. Hessentag 2026 in Fulda. Unter dem Motto „Unsere Heimat Hessen: Musik, Tracht und Kulinarik der Deutschen aus dem östlichen Europa“ bot die Veranstaltung im Polizeibistro auf dem Museumshof ein abwechslungsreiches Programm aus Musik, Tanz, Kultur und Begegnung.
Ein besonderer Höhepunkt war die Festrede des Hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein. Er sagte: „Ich bin den Heimatvertriebenen und Landsmannschaften sehr dankbar. Sie bereichern unser Land Tag für Tag mit ihren Erinnerungen und ihrer Kultur, mit ihrem Einsatz für unsere Demokratie und Menschenrechte. Schön, dass sie da sind und Hessen mitprägen.“
Politische Redner und Ehrengäste
Zu den weiteren Ehrengästen zählten Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sowie das Hessentagspaar Vera und Max Dudyka. Auch der Hessische Minister des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz Prof. Dr. Roman Poseck richtete ein Grußwort an die Besucherinnen und Besucher. Er betonte: „Mit Musik, Tanz, Trachten, kulinarischen Spezialitäten und großer Herzlichkeit hat der BdV Hessen auf dem Hessentag einmal mehr gezeigt, wie vielfältig und lebendig dieses kulturelle Erbe ist. Das Kulturfest steht zugleich für Erinnerung, Heimatverbundenheit und gelebten Zusammenhalt. Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Herausforderungen sind solche Orte der Begegnung und des Miteinanders von besonderer Bedeutung.
Ich danke dem BdV Hessen, seinem Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann, der stellvertretenden Vorsitzenden und Kulturbeauftragten Rose-Lore Scholz sowie allen ehrenamtlich Engagierten herzlich für ihren Einsatz. Sie leisten einen wertvollen Beitrag, Kultur, Brauchtum und historische Erinnerung lebendig zu halten. Der Bund der Vertriebenen ist ein wichtiges Stück Hessen.“
Der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Andreas Hofmeister (MdL) würdigte die zahlreichen beeindruckenden Darbietungen und betonte, dass sie wesentlich zum Erfolg des Kulturfestes beigetragen hätten. Zugleich hob er hervor, dass Veranstaltungen dieser Art Begegnungen ermöglichen, den Austausch fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Die Gäste nutzten darüber hinaus die Gelegenheit zum Austausch mit den beteiligten Kulturgruppen sowie den Mitgliedsverbänden des BdV-Landesverbandes Hessen.
Tradition und Vielfalt auf dem Hessentag
Das Kulturfest zeigte die kulturelle Vielfalt der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler in Hessen in besonderer Weise. Musikalisch und tänzerisch gestaltet wurde das Programm unter anderem von den Siebenbürger Musikanten Rüsselsheim, dem Egerländer Volkstanzkreis Hessen, der Siebenbürgischen Tanzgruppe Pfungstadt und Südhessen, dem russlanddeutschen Chor „Melodia“ sowie dem ukrainischen Chor „Kalyna“. Durch das Programm führte Rose-Lore Scholz, Kulturbeauftragte und stellvertretende Vorsitzende des BdV-Landesverbandes Hessen.
Darüber hinaus präsentierten die Landsmannschaft der Oberschlesier KG Kassel, die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland – Hessen sowie die Interessengemeinschaft der Deutschen aus Russland in Hessen ihre Arbeit und luden zu Gesprächen ein. Kulinarische Spezialitäten aus den Herkunftsregionen ergänzten das Angebot und ermöglichten den Besucherinnen und Besuchern, kulturelle Traditionen mit allen Sinnen zu erleben.
Begegnung und gelebte Heimat
„Wir möchten uns ganz herzlich bei der Stadt Fulda, beim Land Hessen sowie bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern bedanken. Ohne sie wäre unser Kulturfest, das die kulturelle Vielfalt der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler in Hessen sichtbar macht, nicht möglich gewesen“, sagte Siegbert Ortmann, Vorsitzender des BdV-Landesverbandes Hessen.
Das Kulturfest knüpft an die historische Idee des Hessentags an, gelebte Integration sichtbar zu machen – ein Anliegen, das der BdV-Landesverband Hessen seit Jahrzehnten mitprägt. Es steht zugleich für kulturelle Vielfalt, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die gemeinsamen europäischen Werte, die das friedliche Miteinander in Hessen und Europa tragen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Stadt Fulda und dem Polizeibistro auf dem Hessentag statt und wurde durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz gefördert.





