Klare inhaltliche Signale und ein starkes politisches Bekenntnis: Der traditionelle Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) am 21. April 2026 in der Katholischen Akademie Berlin stand ganz im Zeichen des Aufbruchs. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Kirche nahmen an der Veranstaltung teil. Für den Bund der Vertriebenen – Landesverband Hessen (BdV-Landesverband Hessen) war der Landesvorsitzende Siegbert Ortmann vor Ort.
Für den neuen BdV-Präsidenten Stephan Mayer (MdB) markierte der Empfang einen wichtigen Auftakt in seiner Amtszeit. In seiner Begrüßungsrede unterstrich er die zentrale Bedeutung einer verlässlichen politischen und finanziellen Unterstützung durch die Bundesregierung für die Arbeit des Verbandes. Zugleich stellte er die drei Leitgedanken des BdV heraus: Erinnerung, Verständigung und Zukunft.
Mit Blick auf den 80. Jahrestag der Vertreibungen nach dem Zweiten Weltkrieg betonte Stephan Mayer die Verantwortung, eine nachhaltige und differenzierte Erinnerungskultur zu gestalten. Diese bleibe eine wesentliche Grundlage für Dialog und Versöhnung in Europa.
„Der Jahresempfang in Berlin hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die Arbeit des Bundes der Vertriebenen auch heute ist. Gerade in Zeiten globaler Krisen bleibt die Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung hochaktuell“, sagt Siegbert Ortmann, Landesvorsitzender des BdV Hessen. „Die klaren Impulse des neuen Präsidenten Stephan Mayer setzen wichtige Akzente für die zukünftige Arbeit des Verbandes – auch in den Landesverbänden.“
Als Ehrengast und Festredner sprach Bundesminister Alexander Dobrindt (MdB). Er würdigte die Arbeit des BdV als unverzichtbaren Beitrag zur Aufarbeitung von Flucht, Vertreibung und deren Folgen. Dabei hob er hervor, dass es sich nicht allein um ein historisches Thema handele, sondern um eine bis heute aktuelle gesellschaftliche Aufgabe. Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen sei entscheidend, um Orientierung für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen zu gewinnen. Alexander Dobrindt sicherte dem BdV zudem weiterhin politische und finanzielle Unterstützung zu.
Der BdV-Landesverband Hessen sieht sich in seinem Engagement bestärkt, die Erinnerung an das Schicksal der Vertriebenen wachzuhalten, den Dialog zwischen den Generationen zu fördern und einen aktiven Beitrag zur gesellschaftlichen Verständigung zu leisten.


