Der nationale Gedenktag wurde in Deutschland im Jahr 2015 eingeführt und wird jährlich am 20. Juni gemeinsam mit dem Weltflüchtlingstag begangen. Ziel ist es, die Erinnerung an die Millionen Menschen wachzuhalten, die infolge von Flucht, Vertreibung und Deportation ihre Heimat verloren haben.
In seiner Ansprache erinnerte der hessische BdV-Landesvorsitzende Siegbert Ortmann daran, dass am Ende des von Deutschland ausgehenden Zweiten Weltkrieges rund 14 Millionen Deutsche von Flucht und Vertreibung betroffen waren. Mehr als 600.000 Menschen verloren dabei ihr Leben, viele weitere wurden Opfer von Gewalt und schweren Menschenrechtsverletzungen.
Der Gedenktag diene nicht nur der Erinnerung an die historischen Ereignisse, sondern sei zugleich ein Appell zu Solidarität und Mitmenschlichkeit gegenüber heutigen Flüchtlingen und Vertriebenen. „Wenn wir aktuell über Flüchtlinge und Vertriebene sprechen, dann sprechen wir nicht über Zahlen oder Statistiken, sondern über Menschen – Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und auf Hoffnung und Unterstützung angewiesen sind“, betonte Ortmann.
Der Gedenktag biete Anlass, über die Situation von Geflüchteten und Vertriebenen weltweit nachzudenken, Vorurteile abzubauen und ein Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität zu setzen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Krisen, etwa in der Ukraine und anderen Konfliktregionen der Welt, werde deutlich, dass Frieden, Sicherheit und Freiheit keine Selbstverständlichkeiten seien.
Mit dem stillen Gedenken auf dem Lauterbacher Friedhof setzte der BdV-Kreisverband ein Zeichen des Erinnerns und der Verbundenheit mit den Opfern von Flucht und Vertreibung – damals wie heute.
Autor: Siegbert Ortmann


