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FORTSETZUNG EINER ÜBER 60-JÄHRIGEN TRADITION IN MÄHRING

Wie die sudetendeutsche-schlesische Wallfahrt zur St.-Anna-Gedächtniskirche Heimatvertriebene und Gäste aus Hessen vereint

Seit mehr als 60 Jahren lädt der Heimatkreis Plan-Weseritz e.V. am letzten Juliwochenende zu einer Wallfahrt nach Mähring in der Oberpfalz ein. Ziel ist die St.-Anna-Gedächtniskirche am Pfaffenbühl, wo traditionell ein Festgottesdienst gefeiert wird.

In diesem Jahr zelebrierte der tschechische Bischof Tomáš Holub aus Pilsen gemeinsam mit mehreren Priestern die Heilige Messe vor der Gedächtniskirche. Bereits am Vortag hatten Pilger an einer Fußwallfahrt von der deutsch-tschechischen Landesgrenze nach St. Anna im tschechischen Planá teilgenommen. Den feierlichen Schlusspunkt setzte am Abend des letzten Tages ein Höhenfeuerwerk.

Die Vorsitzende des Heimatkreises, Regine Löffler-Klemsche aus Rutesheim, zeigte sich mit der Resonanz auch in diesem Jahr sehr zufrieden.

Unter den Gästen befand sich, neben weiteren Vertretenden und Repräsentantinnen und Repräsentanten der hessischen BdV-Kreisverbände, auch der hessische Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Siegbert Ortmann. Ortmanns Vater stammte selbst aus Planá und nahm bereits in den 1950er Jahren gemeinsam mit seiner Familie regelmäßig an diesem Heimattreffen teil. Für den Zeitzeugen und Landesvorsitzenden Ortmann, war dies eine Reise voller persönlicher Erinnerungen und erfreulicher Begegnungen mit weiteren Besuchern aus Hessen, darunter auch der langjährige Öffentlichkeitsreferent des BdV-Landesverband Hessen, Helmut Brandl, sowie Rudolf Mohr vom BdV-Kreisverband Groß-Gerau.

Bei einem gemütlichen Beisammensein im Festzelt am Nachmittag nutzte Ortmann die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Bischof aus Pilsen und betonte dabei, wie wichtig es sei, den Ursachen und dem Unrecht der Vertreibung zu erinnern. Das Schicksal der Heimatvertriebenen müsse im öffentlichen Bewusstsein als Identität stiftendes Merkmal und zukunftsweisende Erfahrung bewahrt werden. Der Blick in die Zukunft solle mit dem Ziel mit dem Ziel, Sprache, Brauchtum und Kultur des ehemaligen Sudetenlandes für kommende Generationen lebendig zu halten, gerichtet werden.

(v.li.n.re) Helmut Brandl (Angehöriger des Leitungsgruppe des BdV-Kreisvebandes Groß-Gerau), Regine Löffler-Klemsche (Vorsitzende des Heimatkreises Plan-Weseritz), Tomas Holub (Bischof von Pilsen), Hildegard Schneider (BdV-Kreisverband Groß-Gerau), Siegbert Ortmann (BdV-Landesvorsitzender in Hessen), Armin Maierhofer (Pfarrvikar von Mähring), Rudolf Mohr (BdV-Kreisverband Groß-Gerau)

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