Andreas Hofmeister wurde am 12. September 1980 in Wiesbaden geboren. Er ist ist Landtagsabgeordneter im hessischen Landtag. Seit 2015 ist er Kreisvorsitzender der CDU Limburg-Weilburg und seit März 2024 Landesbeauftragter der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler. In der aktuellen Folge von „MITGENOMMEN“ spricht er darüber, wie die Geschichte seiner Familie sein Verständnis von Heimat geprägt hat. „Meine Mutter war noch ein kleines Mädchen, und sie erzählte von Vertreibung, von Verlust und Neuanfang“, sagt Andreas Hofmeister. Mütterlicherseits stammen seine Wurzeln aus dem Sudetenland, genauer aus Prachatitz im Böhmerwald. Wenige Tage vor Kriegsende 1945 wurde seine Mutter geboren. Kurz darauf begann die Vertreibung ihrer Familie. „Meine Familie kam nach Alsfeld (Hessen). Dort war es nicht einfach, und später fanden sie eine neue Heimat in Oberbayern. Geschichte geht nicht ohne Vorgeschichte – das muss man erzählen“, erklärt Andreas Hofmeister.
Ein besonderes Erinnerungsstück aus dieser Zeit ist die Taufurkunde seiner Mutter. „Es ist ein tschechisches Dokument, deutsch überschrieben, und für mich ein Zeugnis von Gottvertrauen und Hoffnung in einer unsicheren Zeit“, berichtet Andreas Hofmeister. Die Urkunde steht stellvertretend für die wenigen Zeugnisse, die seine Familie aus dieser Zeit bewahren konnte, und symbolisiert die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart.


