Beim Jahresgespräch zwischen dem Bund der Vertriebenen Landesverband Hessen e. V. (BdV Hessen) und Vertreterinnen und Vertretern der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag wurde deutlich, welche hohe Bedeutung die enge Zusammenarbeit für die Zukunft der Angebote und Projekte für Vertriebene und Spätaussiedler in Hessen hat. Das Treffen am 12. Dezember diente dazu, aktuelle Herausforderungen – insbesondere die Auswirkungen der angespannten Haushaltslage in Hessen – offen zu besprechen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln.
Seit seiner Gründung sucht der BdV Hessen den engen Austausch mit Politik und Institutionen, um seine Anliegen klar zu vermitteln und Entwicklungen gemeinsam zu begleiten. Auch heute führt der Landesvorstand regelmäßig Gespräche mit den Landtagsfraktionen, um den kontinuierlichen Dialog fortzuführen.
Teilgenommen haben seitens der CDU: Ines Claus (MdL), Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Andreas Hofmeister (MdL), Landesbeauftragter für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Frank Steinraths (MdL), Sprecher für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, Jennifer Gießler (MdL), Sprecherin für Behindertenpolitik, Vanessa Hau, Persönliche Referentin der Fraktionsvorsitzenden sowie Michel Pietzonka, Fachreferent. Der BdV Hessen wurde vertreten durch Siegbert Ortmann, BdV-Landesvorsitzender, Rose-Lore Scholz, stellvertretende BdV-Landesvorsitzende, Hagen Novotny, Schatzmeister des BdV, Simon Iolin, BdV-Jugendbeauftragter, Jolanta Lemm, Geschäftsführerin des BdV, Agnes Maria Brügging-Lazar, BdV-Kulturreferentin, sowie Aaron Baur, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BdV.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie sich die angespannte Haushaltssituation auf die Fördermittel nach § 96 BVFG (Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz) auswirken könnte, auf die auch der BdV Hessen angewiesen ist. Die CDU-Abgeordneten betonten, dass ihnen die Vertriebenenarbeit weiterhin ein wichtiges Anliegen bleibt. Andreas Hofmeister (MdL) sagte dazu: „Die Arbeit des BdV ist für Hessen von großem Wert. Gerade in herausfordernden Zeiten wollen wir dazu beitragen, dass bewährte Strukturen möglichst erhalten bleiben und die wichtigen Projekte und Angebote des BdV Hessen fortgeführt werden können. Unser Ziel ist es, gemeinsam Lösungen zu finden, die Stabilität schaffen und die Vertriebenenarbeit nachhaltig stärken.“
BdV-Landesvorsitzender Siegbert Ortmann unterstrich die Bedeutung der gemeinsamen Zusammenarbeit: „Wir wissen um die Herausforderungen, vor denen das Land steht. Umso mehr schätzen wir die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den offenen Dialog. Dieses Miteinander gibt uns Rückenwind und stärkt uns darin, die vielfältigen Aufgaben des BdV Hessen engagiert voranzubringen.“
Zudem würdigte die CDU die langjährige, erfolgreiche Arbeit des BdV Hessen. Insbesondere die kulturellen Projekte, die Erinnerungsarbeit und die Bildungsangebote für junge Menschen wurden hervorgehoben. Jennifer Gießler (MdL) betonte: „Der BdV Hessen leistet einen unverzichtbaren Beitrag für Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hessen. Die Leidenschaft, mit der Geschichte lebendig vermittelt wird, beeindruckt mich sehr.“
Neben finanziellen Fragen wurden die Fortführung wissenschaftlicher Arbeiten, die Integration von Spätaussiedlern und die Stärkung einer demokratischen Erinnerungskultur besprochen. Der BdV berichtete über steigende Nachfrage im schulischen Bereich sowie erfolgreiche Formate in der Jugend- und Bildungsarbeit. Beide Seiten bekräftigten das gemeinsame Ziel, die Erinnerung an Flucht, Vertreibung und Integration auch künftig jungen Menschen zugänglich zu machen.
Zum Abschluss vereinbarten der BdV Hessen und die Landtagsfraktion der CDU, den regelmäßigen Austausch fortzusetzen. “Unsere Zusammenarbeit mit der CDU ist vertrauensvoll und verlässlich. Das ist gerade in den aktuellen Zeiten von großem Wert“ fasste Rose-Lore Scholz die Ergebnisse zusammen. „Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Geschichte der Vertriebenen nicht nur bewahrt, sondern von der nächsten Generation aktiv weitergetragen wird.“
CDU UND BDV HESSEN SETZEN AUF STABILITÄT UND ENGE ZUSAMMENARBEIT
Gemeinsames Signal aus dem Landtag: Arbeit für deutsche Spätaussiedler und Vertriebene soll weiterhin im Fokus bleiben.
Gemeinsam für eine starke Zukunft der Erinnerungskultur (v. l. n. r.): Andreas Hofmeister (MdL), Landesbeauftragter für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Siegbert Ortmann, Landesvorsitzender BdV Hessen, Jennifer Gießler (MdL), Sprecherin für Behindertenpolitik, Ines Claus (MdL), Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Rose-Lore Scholz, stellvertretende Landesvorsitzende BdV Hessen, Frank Steinraths (MdL), Sprecher für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, Simon Iolin, Jugendbeauftragter BdV Hessen, sowie Hagen Novotny, Schatzmeister des BdV Hessen.


