Am 19. Mai 2026 fand im Haus der Heimat in Wiesbaden ein Gruppenangebot zum Thema „Bewerbungsprozess und Vorstellungsgespräch in Deutschland“ im Rahmen der sozialpädagogischen Gruppenangebotsreihe „Berufliche Integration Plus“ statt. Das Angebot wird im Rahmen der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) vom Bund der Vertriebenen – Landesverband Hessen durchgeführt.
Insgesamt nahmen 35 Personen an der Veranstaltung teil. Das große Interesse sowie zahlreiche Fragen und Diskussionen zeigten erneut die hohe Relevanz des Themas für Menschen, die sich beruflich in Deutschland orientieren und in den Arbeitsmarkt integrieren möchten.
Praxisnahe Orientierung für den Bewerbungsprozess
Ziel des Gruppenangebots war es, Zugewanderte bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen und grundlegende Informationen zum Bewerbungsprozess in Deutschland verständlich zu vermitteln. Im Fokus standen allgemeine Hinweise zur Arbeitssuche sowie zur Vorbereitung auf Bewerbungssituationen ohne individuelle Bewerbungs-, Rechts- oder Personalberatung. Referentin des Abends war Tamara Nesukh, HR-Managerin mit langjähriger Berufserfahrung in Deutschland. Durch ihre Tätigkeit im Personalbereich vermittelte sie praxisnahe Einblicke und erläuterte grundlegende Anforderungen und Erwartungen im Bewerbungsverfahren.
Thematisiert wurden unter anderem die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, typische Anforderungen an Bewerbungsunterlagen sowie unterschiedliche Gesprächsformen. Darüber hinaus wurden Aspekte der Selbstpräsentation, kommunikative Besonderheiten sowie Erwartungen im beruflichen Kontext in Deutschland besprochen. Zusätzlich wurden hilfreiche digitale Informationsangebote vorgestellt, darunter Online-Angebote zur Analyse eigener Interessen und Stärken.
Die Veranstaltung fand in einer offenen Atmosphäre statt und wurde von den Teilnehmenden sehr positiv aufgenommen. Besonders hervorgehoben wurden die anschaulichen Inhalte sowie die Möglichkeit, Fragen einzubringen und Erfahrungen auszutauschen.
Weitere Informationsabende 2026
Für 2026 sind weitere themenspezifische Gruppenangebote geplant, unter anderem zu aufenthaltsrechtlichen Fragestellungen, Beratungs- und Anlaufstellen bei arbeitsrechtlichen Problemen sowie zur Selbstständigkeit in Deutschland. Die Veranstaltungen finden einmal monatlich im Haus der Heimat, Friedrichstraße 35 in Wiesbaden, statt. Das Projekt „Berufliche Integration Plus“ wird von der MBE in Kooperation mit der Landeshauptstadt Wiesbaden initiiert und umgesetzt.
Geplante Termine: Dienstag, 16.06.2026, Mittwoch, 08.07.2026, Mittwoch, 26.08.2026, Mittwoch, 23.09.2026, Mittwoch, 21.10.2026, Mittwoch, 18.11.2026 und Mittwoch, 09.12.2026.
Information und Anmeldung
Interessierte können sich bei der Migrationsberatungsstelle des BdV Hessen anmelden:
E-Mail: mbe@bdv-hessen.de
Telefon: 0611 / 360 19-15, -19
WhatsApp: +49 163 716 62 80 | +49 178 877 1306
Zudem informiert ein WhatsApp-Kanal über aktuelle Termine und Themen: chat.whatsapp.com/CWzR5AEtcum00WtLXYQE1R
Hintergrund
Die MBE ist ein bundesweites Projekt des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und wird in Zusammenarbeit mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege – Arbeiterwohlfahrt, Deutscher Caritasverband, Diakonie Deutschland, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland – sowie dem BdV durchgeführt. Der BdV-Landesverband Hessen unterhält in Wiesbaden eine Migrationsberatungsstelle.
Das Team der MBE im Haus der Heimat Wiesbaden, Viktoriia Sierhieieva und Julia Baron-Käfer, berät erwachsene Zugewanderte ab 28 Jahren in den ersten drei Jahren nach Einreise oder bis zu drei Jahre nach Erlangung des ersten Aufenthaltstitels. Dazu zählen Spätaussiedler und deren Familienangehörige sowie unterschiedlichste Gruppen von nach Deutschland zugewanderten Menschen. Die MBE unterstützt bei beruflicher Orientierung, beim Einstieg in den Arbeitsmarkt und bei gesellschaftlicher Teilhabe durch konkrete Hilfen im Alltag und bei Integrationsfragen.
Die MBE übernimmt keine persönliche Begleitung zu Behörden oder Formularhilfe, keine Anerkennungsberatung beruflicher Qualifikationen (hier erfolgt lediglich die Hinführung zu Fachberatungsstellen), keine Asylverfahrens- oder Einbürgerungsberatung, keine Rentenberatung und auch keine Wohnungssuche.



