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BDV-LANDESVERBAND HESSEN SETZT AUF ERINNERUNG, JUGEND UND EUROPÄISCHE VERSTÄNDIGUNG

| Pressearchiv 2026

78. Landesverbandstag in Wiesbaden verabschiedet Resolution zum Sudetendeutschen Tag in Brünn

Der Bund der Vertriebenen – Landesverband Hessen (BdV-Landesverband Hessen) hat am Samstag, 9. Mai, im Haus der Heimat in Wiesbaden seinen 78. Landesverbandstag abgehalten. Im Mittelpunkt standen die Übergabe von Förderbescheiden durch den Hessischen Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck, die künftige Ausrichtung der Verbandsarbeit sowie die einstimmige Verabschiedung einer Resolution zum Sudetendeutschen Tag in Brünn.

Rund 60 Teilnehmende aus den hessischen Landsmannschaften, den BdV-Kreisverbänden, dem BdV-Landesverband Hessen sowie aus der Landespolitik waren anwesend. Neben Innenminister Dr. Roman Poseck nahmen auch Klaus-Peter Willsch (MdB), Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Hofmeister (MdL), hessischer Landesbeauftragter für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, sowie Dr. Wilhelm Kanther, Landeswahlleiter und Leiter der Rechtsabteilung im Hessischen Innenministerium, teil.

Förderung stärkt Erinnerungs- und Bildungsarbeit

In seinem Grußwort würdigte Hessens Innenminister Dr. Roman Poseck die Leistungen der Heimatvertriebenen und Spätaussiedler für das Land Hessen. Er betonte, dass Hessen ohne deren Beitrag heute nicht das starke und erfolgreiche Bundesland wäre, das es ist. „Der Hessischen Landesregierung liegen die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler besonders am Herzen. Deshalb stärken wir gezielt die Strukturen, die diese Arbeit tragen und weiterentwickeln.“

Zugleich übergab Dr. Roman Poseck zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 10.630 Euro. 3.745 Euro fließen in eine filmische Dokumentation zur Dauerausstellung „Vertriebene in Hessen. Ankunft und Integration nach 1945“ im Hessenpark. Ziel ist es, die Inhalte digital zugänglich zu machen und neue Zielgruppen zu erreichen. Weitere 6.885 Euro unterstützen ein Schulprojekt von Birgit Grüner, BdV-Beauftragte für Ostkunde im Unterricht, zur Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung, das durch eine Exkursion in das Haus Schlesien bei Bonn ergänzt wird. So sollen insbesondere junge Menschen für die Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen sensibilisiert werden.

Erinnerungskultur und neue Zugänge für junge Generationen

Der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Andreas Hofmeister (MdL), unterstrich in seiner Rede die enge Partnerschaft mit dem BdV-Landesverband Hessen. „Das Land Hessen und den Bund der Vertriebenen verbindet das gemeinsame Ziel, Erinnerung für das Schicksal von deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedlern wachzuhalten und Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. Die finanzielle Unterstützung des Landes leistet einen wichtigen Beitrag dazu, die Aufgabenstellung nach § 96 des Bundesvertriebenengesetzes auch künftig zeitgemäß zu erfüllen sowie Erinnerungs- und Bildungsarbeit langfristig fortzuführen.“

Klaus-Peter Willsch (MdB), Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte, dass die aktuelle Bundesregierung die finanzielle Unterstützung der Vertriebenenarbeit sogar ausgebaut habe und damit deren Bedeutung für deutsche Erinnerungskultur ausdrücklich unterstreiche.

Tätigkeitsbericht 2025 zeigt moderne Erinnerungsarbeit

Im Mittelpunkt der Tagung stand der Tätigkeitsbericht des Jahres 2025 des BdV-Landesverband Hessen. Der Landesvorsitzende Siegbert Ortmann zog dabei eine positive Bilanz. Mit zahlreichen Projekten, Bildungsangeboten und öffentlichen Veranstaltungen habe der Verband auch im Jahr 2025 gezeigt, dass er fest im gesellschaftlichen Leben des Landes verankert sei. „Die institutionelle Förderung durch die Hessische Landesregierung verstehe ich als Zeichen besonderen Vertrauens und großer Wertschätzung gegenüber unserem Engagement für Erinnerungskultur, politischer Bildung und gesellschaftlicher Verständigung. Dafür danke ich dem Land Hessen sehr herzlich.“

Siegbert Ortmann ergänzte: „Unsere Erinnerungskultur ist lebendig. Sie stärkt das Bewusstsein für Menschenrechte, demokratische Werte und europäisches Gedankengut. Unser Kulturgut verbindet Europa – darin liegt unser Bekenntnis und unsere Verantwortung.“ Er verwies zudem auf die vor kurzem gestartete Veranstaltungsreihe „Vertriebenengeschichten on Tour“, die auf großes öffentliches Interesse gestoßen sei. Ebenso werde die Präsenz in den sozialen Medien weiter ausgebaut, um jüngere Generationen stärker zu erreichen.

Beschlüsse, Ehrungen und Zukunftsaufgaben

Im Rahmen des Landesverbandstags wurden Frank Dittrich und Rudolf Mohr mit der Goldenen Ehrennadel des BdV Hessen ausgezeichnet. Die Delegierten verabschiedeten zudem einstimmig eine Resolution zum Sudetendeutschen Tag in Brünn. Darin bekennt sich der BdV Hessen zu Dialog, Verständigung und europäischer Versöhnung. Leitgedanke ist das Motto: „Bekenntnis und Verantwortung – unser Kulturgut verbindet Europa.“

Darüber hinaus verabschiedeten die Delegierten die Jahresrechnung und den Haushaltsplan 2025 sowie den Bericht der Kassenprüfer. Trotz eines geplanten leichten Minus wurde die ordnungsgemäße und nachvollziehbare Haushaltsführung bestätigt. Der Vorstand wurde entlastet.

Der Landesverbandstag machte deutlich: Der BdV-Landesverband Hessen verbindet historische Verantwortung mit Zukunftsorientierung. Erinnerungskultur, Bildungsarbeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt bleiben zentrale Aufgaben – mit dem Ziel, kulturelles Erbe lebendig zu halten und Brücken zwischen den Generationen zu bauen.

Foto des Covers
Innenminister Roman Poseck überreichte zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 10.630 Euro an den BdV-Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann und BdV-Geschäftsführerin Jolanta Lemm.

Innenminister Roman Poseck überreichte zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt 10.630 Euro an den BdV-Landesvorsitzenden Siegbert Ortmann und BdV-Geschäftsführerin Jolanta Lemm. Bildnachweis: BdV-Landesverband Hessen.

Der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Andreas Hofmeister (MdL), hob die enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Hessen und dem BdV-Landesverband Hessen hervor.

Der Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Andreas Hofmeister (MdL), hob die enge Zusammenarbeit zwischen dem Land Hessen und dem BdV-Landesverband Hessen hervor. Bildnachweis: BdV-Landesverband Hessen.

Das Präsidium des 78. Landesverbandstags setzte sich zusammen aus (v. l. n. r.) Gabriela Zessin, Rose-Lore Scholz und Ingwelde Juchum.

Das Präsidium des 78. Landesverbandstags setzte sich zusammen aus (v. l. n. r.) Gabriela Zessin, Rose-Lore Scholz und Ingwelde Juchum. Bildnachweis: BdV-Landesverband Hessen.

Klaus-Peter Willsch (MdB), Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte, dass auch die aktuelle Bundesregierung die Vertriebenenarbeit weiterhin finanziell unterstütze.

Klaus-Peter Willsch (MdB), Vorsitzender der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, betonte, dass auch die aktuelle Bundesregierung die Vertriebenenarbeit weiterhin finanziell unterstütze. Bildnachweis: BdV-Landesverband Hessen.

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