Angesichts einer sich zuspitzenden Versorgungskrise in der Pflege trafen sich rund 200 Vertreter aus Politik, Verbänden und Gesellschaft am Mittwoch, den 21. Januar beim Neujahrsempfang des VdK Hessen-Thüringen in der Frankfurter Nationalbibliothek. Sie diskutierten Lösungen für die drängendsten sozialen Themen des Jahres. Sie diskutierten Lösungen für die drängendsten sozialen Themen des Jahres.
Unter den Gästen war auch Siegbert Ortmann, Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen – Landesverband Hessen (BdV-Landesverband Hessen). Für ihn ist der Besuch des VdK-Neujahrsempfangs nicht nur Pflicht, sondern auch Gelegenheit: „Die Vorträge liefern wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen des Sozialverbands, gleichzeitig kann der hessische BdV seine Wertschätzung zeigen“, sagte Siegbert Ortmann.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema Pflege in Hessen. In seiner emotionalen Ansprache forderte VdK-Landesvorsitzender Paul Weimann, die Sicherstellung der Pflege als kommunale Pflichtaufgabe zu verankern. Paul Weimann machte deutlich, dass aktuell rund 425.000 Menschen in Hessen einen Pflegegrad haben – davon werden etwa 86 Prozent zu Hause betreut. „Diese Menschen dürfen wir nicht alleinlassen“, betonte er eindringlich.
Die ebenfalls anwesende hessische Ministerin für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales, Heike Hofmann, warnte in ihrer Ansprache vor einer sich deutlich zuspitzenden Versorgungskrise in der Pflege. Damit die hessischen Kommunen die Planung und Steuerung der pflegerischen Versorgung überhaupt leisten können, forderte die Ministerin gemeinsam mit dem VdK eine entsprechende finanzielle Ausstattung durch das Land.
Gemeinsam mit dem VdK Hessen-Thüringen setzt sich der BdV-Landesverband Hessen dafür ein, dass soziale Verantwortung und Pflege in Hessen stärker vernetzt und wirksam umgesetzt werden. Beide Verbände betonen die Bedeutung von Austausch und Kooperation, um die Herausforderungen der Pflegeversorgung und gesellschaftliche Teilhabe gezielt anzugehen.


