Digitale Bildungsarbeit, strukturelle Herausforderungen und neue Perspektiven für die Verbandsarbeit standen im Mittelpunkt der Organisationstagung des Bund der Vertriebenen – Landesverband Hessen (BdV-Landesverband Hessen). Am Samstag, den 21. Februar 2026, kamen im Haus der Heimat rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus der Geschäftsstelle des BdV-Hessen, den hessischen Landsmannschaften sowie den BdV-Kreis- und Ortsverbänden zusammen, um zentrale Zukunftsthemen zu beraten. Die Tagung begann um 10 Uhr und dauerte bis 13:30 Uhr und war geprägt von intensivem Austausch, strategischen Diskussionen und neuen Impulsen.
Die stellvertretende Vorsitzende Rose-Lore Scholz eröffnete die Tagung mit einer herzlichen Begrüßung der Anwesenden. In ihrer Ansprache betonte sie die zentrale Bedeutung einer engen Zusammenarbeit.
Zentrale Aufmerksamkeit erhielt die Präsentation von Prof. Dr. Marcus Ventzke und Christoph Liebscher von der Digitale Lernwelten GmbH. Sie stellten die Weiterentwicklungen des Digitalportals „Flucht und Vertreibung im europäischen Kontext“ vor. Das Portal besteht seit 2023 und wurde 2026 um einen neuen Themenbereich zum Krieg Russlands gegen die Ukraine erweitert. Allein der neue Abschnitt umfasst zehn Themenkapitel mit umgerechnet über 130 Seiten Text, 230 Bildern, Grafiken und Animationen sowie 55 Audio- und Videoelementen.
Agnes Maria Brügging-Lazar und Ann-Kathrin Hartenbach, beide Kulturreferentinnen beim BdV-Landesverband Hessen, stellten einen Ausblick auf die kulturellen Aktivitäten des Jahres 2026 vor. Zahlreiche Projekte und Kooperationen sind in Planung, die das kulturelle Leben im Landesverband bereichern und Themen aus Geschichte und Gegenwart auf vielfältige Weise vermitteln sollen.
Ein weiteres Thema der Tagung war der Austausch über aktuelle Entwicklungen in den Landsmannschaften sowie den BdV-Kreis- und Ortsverbänden. Vertreter aus den Regionen berichteten über ihre Arbeit, Herausforderungen und Erfolge. Lothar Streck, Vorsitzender des BdV-Kreisverbandes Hanau–Main-Kinzig, betonte die Notwendigkeit, auch in schwierigen Phasen handlungsfähig zu bleiben. So dürften Kreisverbände sich nicht ausschließlich über bestehende Ortsverbände definieren, sondern müssten ihre Arbeit eigenständig fortführen.
Das Deutsch-Europäische Bildungswerk in Hessen e. V. gab einen Ausblick auf die Bildungsangebote 2026. Vorgestellt wurde das als Bildungsurlaub anerkannte Seminar „Zwischen Stettin und Szczecin – Von der Wiederentdeckung deutscher Geschichte in der polnischen Stadt Szczecin und in der Region Hinterpommern“, das vom 6. bis 12. September 2026 stattfindet. Die Tagungsorte umfassen Stettin, Misdroy, Swinemünde, Külz sowie Cammin.
Die Organisationstagung 2026 unterstrich erneut die Bedeutung eines engen Austauschs, klarer Strukturen und gemeinsamer Projekte zwischen dem BdV-Landesverband Hessen und seinen Mitgliedsorganisationen auf Kreis- und Ortsebene. Der Verband bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement, die konstruktiven Gespräche und die kontinuierliche Arbeit vor Ort. Der BdV-Landesverband Hessen freut sich auf eine weiterhin starke Zusammenarbeit im Jahr 2026.




