Sie wurde 1994 im Erdgeschoss des historischen Rathauses des Ortes eingerichtet. In dem Fachwerk-Gebäude befindet sich auch das örtliche Museum. Aufgebaut hat die Sammlung der Ortsverband Klein-Gerau des Bundes der Vertriebenen (BdV), v.a. vertreten durch Brigitte Fernges, Ingrid und Lorenz Winterling sowie Ursula Herzberger. Die drei Erstgenannten betreuen die Sammlung bis heute. Die Arbeit der Vereins-Mitglieder geschieht ehrenamtlich.
Die Gemeinde Büttelborn überlässt dem Träger-Verein kostenlos den ca. 20 – 25 m² großen Ausstellungs-Raum, außerdem hat sie den BdV bei der Anschaffung einiger Ausstellungs-Stücke finanziell unterstützt. Die Objekte wurden aber nur zum Teil angekauft, andere stammen aus den Familien der Mitglieder bzw. von in Büttelborn nach dem Krieg ansässig gewordenen Flüchtlingen und Vertriebenen. Zur Sammlung gehören Porzellan und Glas, Trachten, Schmuck und Klöppelarbeiten, Gebet-Bücher, Karlsbader Sprudelsteine und mit Sprudelsteinen verzierte Objekte.
Dazu wird das Modell eines Egerländer Vierseit-Hofes gezeigt und eine Geigenbauer-Werkstatt – für Geigenbau und Musik-Instrumenten-Bau insgesamt war das Egerland berühmt. Die Werkstatt gehört zu den Glanz-Stücken der Sammlung, wie auch eine Truhe, die Sprudelstein-Objekte, einige besondere Glas-Vasen und die Feder-Bilder. Außerdem sind eine kleine Sammlung von Büchern vorhanden zu den Herkunfts-Gebieten der Vertriebenen und einige Archivalien wie ein Taufbrief oder ein Meisterzeugnis. Im Filmbeitrag sprechen die Zeitzeuginnen Brigitte Fernges, Ingrid Winterling und Ursula Herzberger sowie Claudia Weller von der Gemeinde Büttelborn. Die Gemeinde sichert den langfristigen Erhalt der Heimatstube.
Ein Projekt des BdV-Landesverbandes Hessen in Kooperation mit dem Filmemacher Harald Kuntze. Gefördert durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz.


