Der Bund der Vertriebenen, Landesverband Hessen e. V. (BdV Hessen) hat eine neue Folge der Filmreihe „MITGENOMMEN – Objekte erzählen Geschichte(n)“ veröffentlicht. Als landesweites Projekt leistet die Reihe einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur in Hessen und macht historische Erfahrungen für ein breites Publikum zugänglich. In dem aktuellen Beitrag spricht Staatsminister Prof. Dr. Roman Poseck über die Rolle persönlicher Herkunft für Identität und Zusammenhalt sowie darüber, warum Erinnerungskultur für eine vielfältige Gesellschaft unverzichtbar ist. Seine Familie hat schlesische Wurzeln, die für seine persönliche Erinnerung und Herkunft prägend sind. Die Produktion entsteht in Kooperation mit Marc Stengel und wird durch das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz gefördert.
„Erinnerung erklärt nicht nur, wo wir herkommen – sie zeigt uns auch, welche Verantwortung wir tragen“, sagt Roman Poseck im Interview. „Wenn Familien ihre Geschichten teilen und weitergeben, entsteht ein Bewusstsein für historische Brüche, für Empathie und für das, was unsere Gesellschaft zusammenhält.“ Im Gespräch berichtet der Staatsminister von prägenden Erzählungen aus seiner Kindheit und von Erinnerungsstücken an Schlesien, die seine Vorstellung von Heimat und Herkunft bis heute beeinflussen. Konkrete familiäre Objekte und Rituale zeigen, wie individuell erlebte Geschichte über Generationen hinweg fortwirkt und warum der Blick zurück Orientierung für die Zukunft geben kann. Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage, wie die Weitergabe persönlicher Herkunft gelingt. Roman Poseck stellt klar: „Erinnerungskultur ist eine gemeinsame Aufgabe. Sie gelingt nur, wenn wir Geschichten bewahren und sie mit den nächsten Generationen teilen.“
Die Filmreihe „MITGENOMMEN – Objekte erzählen Geschichte(n)“ widmet sich den persönlichen Lebenswegen von deutschen Heimatvertriebenen, Flüchtlingen und Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sowie ihren Familien. Anhand ausgewählter Objekte – wie Dokumenten, Alltagsgegenständen oder Erinnerungsstücken – werden individuelle Erfahrungen von Flucht, Vertreibung, Aussiedlung und Neuanfang sichtbar gemacht. Die Gegenstände stehen stellvertretend für biografische Brüche, Verluste und Neubeginne und tragen für viele Betroffene wie auch für ihre Kinder und Enkel einen hohen ideellen Wert.
„Erinnerungsobjekte sind Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft“, erklärt Ann-Kathrin Hartenbach, Kulturreferentin beim BdV Hessen. „Mit der Reihe möchten wir zeigen, wie Geschichte in Familien weiterlebt und wie wichtig es ist, diese Erfahrungen bewusst weiterzugeben.“
Die neue Folge sowie weitere Beiträge der Reihe sind über die Kanäle des BdV Hessen abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=bH4i-zzDHUQ


