Kontaktpflege zu den östlichen Nachbarn

 

Die Mitgliedsorganisationen, darunter ganz besonders intensiv die landsmannschaftlichen Gruppierungen, leisten Erhebliches in der Zusammenarbeit mit den deutschen Volksgruppen und Minderheiten.

Die Spendenbereitschaft der Vertriebenen für ihre Heimat ist sehr groß. So haben z.B. unzählige Sudetendeutsche die Kirchen ihrer Heimatgemeinde aus eigenen Mitteln restauriert.

Seit dem Beginn der 90er Jahre steht nicht mehr nur das caritative Element im Vordergrund, sondern die Unterstützung auf vielen Gebieten, die für eine erfolgreiche Arbeit der Volksgruppen und Minderheiten wichtig sind.

Dazu gehören soziale und gemeinschaftsfördernde, wirtschaftliche, bildungspolitische und investive Maßnahmen. Bei allem ist die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vertretern der Nachbarn unerlässlich. Hier ist vor allem die Ziel führende wertvolle Arbeit des Deutsch-Europäischen Bildungswerkes hervorgehoben, - eine Gründung des BdV-Landesverbandes Hessen e.V. Darüber hinaus entstehen vermehrt Kontakte unter Jugendlichen durch die Europäische Jugend in Europa (DJO).

In der Republik Polen hat der Bund der Vertriebenen 1999 rund 600 soziale und gemeinschaftsfördernde Projekte durchgeführt. Dabei wurden unter dem Gesichtspunkt der Hilfe zur Selbsthilfe über 500 Gruppen des Verbandes der deutschen sozialkulturellen Gesellschaften in der Republik Polen (VdG), des Bundes der Jugend der deutschen Minderheit in Polen aber auch andere Organisationen wie z.B. der Schlesische Bauernverband und die Handwerkskammer Schlesien unterstützt.

Bei den Maßnahmen handelt es sich unter anderem um:

  • Unterstützung bei Auf- und Ausbau und der Unterhaltung von kleineren Begegnungsstätten, Ausstattung mit bürotechnischen Geräten, audiovisuellen Medien, Auf- und Ausbau von Bibliotheken,
  • berufsspezifische Bildungsmaßnahmen sowie Seminare für Handwerker und Mittelständler vor Ort und in der Bundesrepublik Deutschland,
  • Vermittlung von Praktikantenstellen, Messebesuchen für kleinere und mittelständische Unternehmen,
  • gemeinschaftsfördernde Begegnungsveranstaltungen,
  • soziale Maßnahmen wie z.B. Seniorenausflüge und Ferienfreizeiten.

Diese auf kommunaler und regionaler Ebene von den Verbänden vor Ort durchgeführten Maßnahmen finden auch bei den polnischen Bürgermeistern oder in Gemeinden mit überwiegend polnischer Bevölkerung große Zustimmung. An den Maßnahmen in der Republik Polen nehmen im Durchschnitt jährlich 90.000 Menschen teil.